Sonntag, 28. Februar 2021

Leserbrief zur Situation digitaler Relaisfunkstellen

Die Redaktion hat einen Leserbrief von Achim Breuer zu den letzten Veröffentlichungen "Offener Brief zu Relaisstellensituation im Siebengebirge" und "Warum der Amateurfunk bei Relaisfunkstellen keine digitalen Sprachcodecs benötigt" erhalten. Wir möchten den Inhalt unserer breiten Leserschaft zur Diskussion stellen und veröffentlichen den Text unter Einverständnis von Achim an dieser Stelle.

Grundsätzlich sehe ich die Situation der Relais auch kritisch. Digitale Betriebsarten finde ich grundsätzlich nicht verkehrt. Aber es dürfte ruhig etwas innovativer sein. DStar und C4FM sind durch Icom und Yaesu entwickelt worden um ihre passende Hardware abzusetzen und wir sind ihnen prima auf den Leim gegangen. Die restlichen Techniken sind bei der Industrie abgeschaut und in den Amateurfunk importiert worden.
Natürlich sind Raspberry Arduino und die Programmierung derselben für manche schon herausfordernd. Und auch Relaistechnik ist nicht so simpel. Aber innovativ ist das Ganze irgendwie nicht. Und die unterschiedlichen Techniken machen es erforderlich, sich für jede Betriebsart eine Handfunke um den Hals zu hängen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Macht keiner und daher nehmen wir dann besser direkt das Handy und die Relais benutzt keiner.
Ich bin nicht im Bilde, ob es sowas schon gibt. Aber wie wäre es mit einer Handfunke als Plattform, also HF Teil für 2m / 70cm und leistungsfähige DSP - Technik, GPS usw. um offene Software darauf zu installieren. Codecs für Sprachübertragung gibt es auch offen. Sogar sehr innovative mit minimaler Bandbreite. Das gleiche dann für die Relaisstandorte. Und dann schauen wir uns mal die verschiedenen vorhandenen Digitalstandards an, nehmen das beste aus allen Welten und entwickeln ein Netz selber. Und zwar eines, für das man keinen Wochenendkurs benötigt.
Und FM ? Aber ja ! Bisher hat FM immer noch gegenüber allen digitalen Betriebsarten einen Systemvorteil. Das Gehirn des OM synchronisiert auf verrauschte Signale einfach besser als jeder Codec. Das angestaubte Echolink könnte da eine mögliche Basis für weitere Entwicklungen bieten. Vernetzt wird das Ganze natürlich über HamNet.
Wer die Handfunken baut ? Sollte mit 3D Druckern und den heutigen Fertigungsmöglichkeiten für Platinen auch kein Problem mehr darstellen. Ist dann zwar vielleicht nicht designmäßig rundgelutscht, aber zumindest mal ist so eine Handfunke dann selbst entwickelt.
Eine solche Plattform bietet dann auch unendliche Möglichkeiten sich kreativ auszutoben. Datenübertragung für Text / Netzwerk, Vollduplex, Betrieb über Satelliten, Store und Forward...
Amateurfunk ist keine Dienstleistung sondern ein Hobby um Innovationen zu entwickeln.

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Samstag, 27. Februar 2021

Neue analoge 2m-Relaistechnik auf dem Drachenfels

Analog ist nicht tot! Soeben wurde auf der Webseite des VFDB-Ortsverbandes Bonn Z37 bekannt gegeben, dass der Relaisverantwortliche Holger, DB6KH neue Relaistechnik erhalten hat, die in den kommenden Tagen auf dem Drachenfels im Siebengebirge bei Bonn installiert wird. Sie ersetzt die jahrzehntealte ehemalige Technik, die durch einen Blitzeinschlag in ihrer Funktion sehr beeinträgtigt wurde. Gleichwohl schert der Betreiber aus dem Relaisverbund der IGFS aus. Die Redaktion wünscht Holger und den Bonner Funkamateuren viel Erfolg, viel Glück und viel Spaß mit der kommenden Technik.

PS: Das Relais wurde von der verschworenen Bruderschft des VFDB kostenlos zur Verfügung gestellt.

Neue Technikvorträge beim DARC

Auf der DARC-Seminarplattform treff.darc.de stehen die nächsten Termine und die nächsten Titel für Technikvorträge fest. Im Einzelnen sind dies:  
  • 2. März: LoTW – Logbook of the world (Thomas, DJ2TG), 
  • 16. März: Wie Feuerwehr & Co. ihre temporären Funkanlagen schützen (Thomas, DF4KJ), 
  • 23. März: NWA – Messung von Netzwerken im Amateurfunk (Uwe, DL4AAE), 
  • 25. März Afu-Barcamp, mehr auf https://www.afubarcamp.de/
  • 30. März: 4nec2 – Antennensimulation (Hubert, DK3RU).
  • 13. April: UCX-Log- und Contest-Programm von Ben, DL7UCX (Sebastian, DK6BA),
  • 20. April Summits on the Air (SOTA), Vortrag von Thomas DB4LL
  • 27. April Faszination Antarktis von und mit Volker DL8JDX
Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Den gesamten Terminkalender kann man unter dem folgenden Link einsehen: https://confluence.darc.de/display/TREFF . Dazu ist der Login als Mitglied erforderlich.


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Freitag, 26. Februar 2021

Verkaufsverbot für WLAN-Sender mit Powerline

Damit Elektrogeräte in Deutschland betrieben werden dürfen, müssen sie viele Auflagen erfüllen. Ein bekannter Hersteller muss deswegen nun einen WLAN-Powerline-Repeater vom Markt nehmen. Der Verkauf wurde verboten, das Gerät muss zurückgerufen werden. Der Hersteller relativiert.

Es handelt sich bei dem Hersteller um den chinesischen Anbieter TP-Link, der in Deutschland vor allem für Einsteiger-Geräte bekannt ist, vereinzelt aber auch hochwertige Produkte anbietet. Die Produktpalette reicht von Routern und Switchen über Modems und Netzwerkkarten bis hin zu WLAN-Repeatern. Ein solcher WLAN-Access-Point, der über Powerline mit einem Internet-Signal versorgt wird, wird nun von der Bundesnetzagentur verboten. Konkret: Es gibt eine Allgemeinverfügung für den Vertrieb, zudem erwartet die Behörde einen Rückruf des Produktes. Weiterlesen...

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ICOM IC-9700: Firmware 1.30 released


Heute wurde für den ICOM IC-9700 VHF/UHF/SHF-Transceiverein neues Firmware-Release 1.40 heraus gegeben. Laut Hersteller verbessert es die folgenden Funktionen




[Spektrumumfang verbessert]
- Bildlaufmodus, der den Bereich des Anzeigebereichs abhängig von der Betriebsfrequenz nahtlos ändern kann, hinzugefügt.
- Popup-Bildschirm, der angezeigt wird, wenn eine SPAN- oder EDGE-Änderung hinzugefügt wird.
-  Anzahl der FIX EDGE-Speicher wird auf 4 erweitert.
- Jedes Band speichert unabhängig den Referenzpegel.
- Scope-Funktion des RS-BA1 verbessert.

[Voreinstellungsfunktion für FT8-Betrieb hinzugefügt]
- Voreingestellte Funktion, mit der jede Operation eingestellt werden kann, hinzugefügt.

[Andere Änderungen]
- Funktion zur Anpassung der Fronttasten, mit der die Funktionen von [VOX / BK-IN], [AUTOTUNE / AFC] und [TONE / RX> CS] geändert werden können, hinzugefügt.
- MIC Key Customization-Funktion, mit der die Funktionen von [UP] und [DOWN] geändert werden können, hinzugefügt.
- GPS-Symbol wurde Touch-Funktion hinzugefügt.
- Format "ddd.dddd °" für die Anzeige von Breite / Länge hinzugefügt.
- Während des Betriebs im Datenmodus ist die Empfangstonsteuerung deaktiviert.
- Menüpunkt, der zum normalen Modus zurückkehren kann, dem SCHNELLMENÜ des Terminalmodus und des Zugangspunktmodus hinzugefügt.
- Problem behoben, bei dem die Uhrzeit möglicherweise nicht im Bildschirm GPS-POSITION angezeigt wurde.

Die neuen Funktionen werden in diesem Blog sukzessive in der nächsten Zeit beschrieben. Stay tuned and healthy!

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ICOM IC-7300: Firmware 1.40 released

Heute wurde für den ICOM IC-7300 "Volkstransceiver" ein neues Firmware-Release heraus gegeben. Laut Hersteller verbessert es die folgenden Funktionen:






[Spektrumbereich verbessert]
- Scroll-Modus, der den Anzeigebereich je nach Betriebsfrequenz nahtlos ändern kann
- Popup-Bildschirm, der anzeigt, wenn SPAN- oder EDGE-Änderung hinzugefügt wurden
- Anzahl der FIX EDGE-Speicher auf 4 erweitert.
- Jedes Band merkt sich unabhängig voneinander die Referenzebene.
- Scope-Funktion RS-BA1 verbessert.

[Voreinstellungsfunktion für FT8-Betrieb hinzugefügt]
- Preset-Funktion, die jeden Vorgang einstellen kann, hinzugefügt.

[Multifunktionseinstellung erweitert]
- Multifunktionseinstellung funktioniert jetzt als Speicherkanalauswahl im Speichermodus.
- Multifunktionseinstellungsmenü-Anpassungsfunktion hinzugefügt.
- Funktionsanzeige Multifunktionseinstellung hinzugefügt.

[Sonstige Änderungen]
- Frontkey -Funktion, die die Funktion von [VOX/BK-IN], [AUTOTUNE], [a] und [▽] ändern kann, hinzugefügt.
- MIC-Tastenanpassungsfunktion, die die Funktion von [UP] und [DOWN] ändern kann, hinzugefügt.
- Fenster Band Stacking Register hinzugefügt.
- Während des Betriebs im Datenmodus ist die Empfangstonsteuerung deaktiviert.
- Standardeinstellung des CI-V USB-Ports  in "Link von [REMOTE] auf wiederverknüpfen" geändert.

Die neuen Funktionen werden in diesem Blog sukzessive in der nächsten Zeit beschrieben. Stay tuned and healthy!

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Donnerstag, 25. Februar 2021

Universelle Zugangsmöglichkeit zu Digital Voice (DV) im Amateur"funk"

Die Redaktion berichtete gestern, am 25.02.2021 darüber, dass DV-Relaisfunkstellen im Amateurfunk keine Notwendigkeit besitzen. Nun hat sich eine universelle Möglichkeit ergeben, wie auch Newcomer und Funkamateure, die nur geringe finanzielle Mittel besitzen am digitalen Funk IP-verkehr teinehmen können. Seit kurzem wird im Google Playstore die App "DROID-Star" angeboten. Diese Software stellt über IAX über UDP eine Verbindung zu D-STAR-, DMR-, Fusion-, NXDN-, P25-, M17-Reflektoren und AllStar-Knoten her. Sie verwendet Open-Source-Vocoder-Software für alle digitalen Modi und erfordert keine AMBE-Hardware oder Remote-AMBE-Server. Einziger Wermutstropfen: Die Dstar-Codierung ist derzeit für QSOs nicht akzeptabel, daher sollte TX nur für Entwicklungszwecke verwendet werden. Damit ist ein entscheidender Schritt in der Modernisierung des Amateurfunks getan. Der Amateurfunk benötigt endlich keine Hf-Zugangstechnik mehr. Ideal für Nichttechniker, Antennengeschädigte oder Funkkollegen ohne Shack. Über ein Update soll bald durch digitale Brückentechnik sogar der Austausch mit CB-Funkern über die App "Zello" möglich sein. Entsprechende Geräte, wie z.B. das Uniden UV-350 sind dem Vernehmen nach.durch ein kleines Update bereits in der Lage über beide Systeme zu funken arbeiten.  Investitionen für Relaisfunkstellen, suche nach Standorten etc. gehören ebenfalls der Vergangenheit an.

Warum der Amateurfunk bei Relaisfunkstellen keine digitalen Sprachcodecs benötigt

Ich möchte in kurzen einfachen Worten aufzeigen, warum digitale Sprachübertragungsverfahren im Gegensatz zum Amateurfunk nur im kommerziellen Funk  notwendig sind.

Im kommerziellen Mobilfunknetz und in den Netzen des Behörden- und Industriefunks stehen viele Bedarfsträger und Nutzer einem beschränkten Angebot an genehmigten und koordinierten Frequenzen gegenüber. Die Netze sind verkehrsbeschränkt. Nur der digitale Ausbau gestattet eine Mehrfachnutzung jedes einzelnen Betriebskanals durch Zeit- und/oder Frequenzmultiplexverfahren. Die reine Codierung alleine ist jedoch nicht ausreichend, um den dem Netz angebotenen Verkehr abzuführen. Deshalb muss eine geschickte Frequenzkoordinierung und eine Begrenzung der Ausbreitung jeder Funkzelle durchgeführt werden. Dies geschieht zum einen durch ein gezieltes Absenken der Antennenkeule, zum anderen durch eine aufwändige Berechnung und Implementierung der digitalen Parameter jeder Zelle. Diese Maßnahmen sind so nur in digitalen Netzen möglich. Andererseits haben bereits die Behörden mit Sicherheitsaufgaben festgestellt, dass zum Beispiel längere Latenzzeiten und die Tatsaches des abrupten Abbruchs der Funkkommunikation an den Grenzen der Funkzelle oft nicht hilfreich und für die Auftragserfüllung geradezu schädlich sind.

Im Amateurfunk ist die oben beschriebene Situation geradezu umgekehrt. Hier steht einer relativ kleinen Zahl Funkamateuren ein breites Frequenzspektrum zur Verfügung. Die Funkzelle ist deshalb ausbreitungsbegrenzt. Eine Mehrfachnutzung von Frequenzkanälen ist nicht notwendig. Im Gegensatz zu den begrenzten Zellen im kommerziellen Mobiltelefonnetz sucht der Funkamateur meist eine möglichst große Reichweite seiner Aussendungen. Hier bietet die digitale Codierung insofern Nachteile, als dass der ungestörte Empfang von jetzt auf gleich komplett aussetzt. Eine notwendige Optimierung der Funkstrecke durch Ortsveränderung oder Drehen der Antenne ist so nur erschwert oder gar nicht möglich. Da jede bandbreitenbegrenzte Codierung der Sprache unweigerlich Verluste in der Sprachqualität mit sich bringt, hören sich D-Star und Konsorten zudem weitaus schlechter an, als eine gute analoge FM-Modulation. Der größte Nachteil für den Amateurfunk ergibt sich jedoch durch die Vielfalt der angebotenen, oft properitären Codecs. So schliesst sich der einfache Selbstbau, wie er noch bei analogen Funkgeräten möglich war, meist aus. Um alle angebotenen Signale decodieren zu können, reicht ein einfaches preiswertes Funkgerät nicht aus. Hiermit wird auch der jugendliche Nachwuchs ausgeschlossen. Da, wo im Amateurfunk der Bündeleffekt in Form gemeinschaftlicher freundlicher Runden mit Gleichgesinnten gewünscht wird, schließen dies auch die zahlreichen digitalen Codecs aus. Man verliert sich sozusagen in deren Tiefen der digitalen Welt.

Woran liegt es, dass die Situation im VHF-/UHF- Amateurfunk so ist, wie oben beschrieben? Der Kommerz hat es geschafft, seine eigene properitäre Technik zu platzieren. Dies geschah durch vermeintliche Heilsbringer, manchesmal aus den eigen Reihen der Amateure. Diese erbrachten dem Amateurfunk mit übersubventionierter digitaler Relaistechnik einen Pyrrhussieg. Viele Amateure sehen in der digitalen Sprachcodierung einen Fortschritt, der de facto nicht gegeben ist. Digitale Technik bringt dort Vorteile, wo es sinnvoll ist, sie einzusetzen - bei Relaisstellen im Amateurfunk jedenfalls nicht. 

Über den Author: Wilhelm, DL4KAL, ist seit fast 50 Jahren aktiver Funkamateur. Er hat für eine Behörde kommerzielle Funkanlagen im In- und Ausland geplant, gewartet und aufgebaut. Vor seinem Ruhestand hat der 2G- und 3G- Netze des führenden Mobilfunkanbieters geplant und die Aufbaukontrolle begleitet.

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Mittwoch, 24. Februar 2021

Offener Brief zu Relaisstellensituation im Siebengebirge

Offener Brief zur Relaissituation Bonn

Anlässlich der bevorstehenden Mitgliederversammlung der IGFS möchte die Redaktion ihre Beobachtungen zur Situation der Relaisfunkstellen der IGFS schildern. In mehreren teils kontrovers geführten Diskussionen stellte sich heraus , das die Mehrzahl der beteiligten Protagonisten voll oder zu einem großen Anteil meiner Ansicht sind. Vorausschicken möchte ich auch, daß sowohl ich, als auch alle Gesprächspartner den bisherigen persönlichen Einsatz des Teams würdigen, daß die Relaisfunkstellen betreut hat. 

Kritik: 

Politisch hat schon die Einführung der digitalen Relaisfunkstellen ohne Konzept und nahezu undemokratisch stattgefunden. Es wurde gebaut, ohne sich der Zustimmung der Mehrheit der betroffenen Bonner Funkamateure zu vergewissern und ohne den Bedarf sicher zu stellen. Dies und die Implementierung immer mehr zusätzlicher Codecs führte zu einer Vereinzelung der jeweils auf den Relais aktiven Funkamateure. Die Gesamtzahl der im Raum auf Relais aktiven Funkamateure verteilte sich auf zunehmend unterschiedlichste Technik. Man fand sich nicht mehr zu Gesprächen und Runden. Finanziell gut gestellte Funkfreunde hatten für jede Technik ein Gerät. Diese Möglichkeit stand für weniger potente Amateure oder welche, die sich an diesem Konsum nicht beteiligen wollten, sowie dem zuhörenden Nachwuchs nicht offen. Amateure, die resignierten, fanden schließlich auch auf den alten analogen Relais kaum bis gar keine Gesprächspartner mehr vor. Dies führte zur derzeitigen Situation der nahezu vollständigen Funkstille. Durch die Abwesenheit etablierter Amateure, greift zudem ein betriebstechnischer Wildwuchs um sich. Schlussendlich sind wegen dieser Situation und der unten geschilderten technischen Gegebenheiten viele Amateure auf  Direktfrequenzen abgewandert. Die meisten können mittlerweile durch leistungsfähige Antennen und Senderausgangsleistungen bis 100 Watt auf Relaisfunkstellen verzichten. Trotzdem ist es beim wochenendlichen Spaziergang, während einer Fahrradtour oder für Funkfreunde in schlechter Lage gut auf Repeater zurückgreifen zu können.

Technisch gesehen ist speziell beim Standort Ölberg das technisch machbare erreicht. Gratulation an das Technikteam. Leider wurden hohe Qualitätsverluste vor allem bei der Analogtechnik in Kauf genommen. Frühere exzellente Modulationsgüten werden nicht mehr erzielt. Das 70cm Relais ist oft in Fahrzeugen nicht mehr oder kaum verständlich, weil viel zu leise. Die gewohnt hohen Reichweiten und Abdeckungen der Bonner Relais, teilweise bis in den Bastelkeller hinab, werden nicht mehr erreicht. Neben den systembedingten schlechten Modulationsgüten der digitalen Technik, wird diese zu einem hohen Prozentsatz nicht genutzt.

Finanziell ist das Budget der Relais so stark ausgeschöpft, dass seit Beginn deren Betrieb nur durch intensive Betteltouren und nahezu einer Nötigung der lokalen Ortsverbände sichergestellt werden kann. Die Höhe des jährlichen Energieverbrauchs und die dadurch hervor gerufenen Betriebskosten sind weder sinnvoll begründbar, noch nachhaltig. Ebenfalls ist der Aufbau reduntanter Technik parallel auf 2m und 70cm alles andere , als ressourcenschonend.

Vorschlag:

Rückbau der Relaisfunktechnik auf jeweils ein 2m- / 70cm-Analogrelais, sowie eine DMR-Relaisfunkstelle. DMR ist preiswert erhältlich und vor allem steht empfangsseitig ein HF-Zugang mit einfachen Mitteln auch Empfangsamateuren zur Verfügung. Dies unter Beibehaltung der HAMNET-Technik. Damit könnte wieder "Klasse statt Masse" erreicht werden. Die Relais würden nicht nur deswegen mehr frequentiert. Die Anzahl derjenigen, die auf den drei Funkstellen standby sind, würde zwangsläufig steigen. Eine ausgewogene Nutzung der Technik, eine gute Übertragungsqualität und Reichweite machen die verbleibenden Relais wieder für "Direktfunker" interessant. Nicht zuletzt sinken Aufwand und Betriebskosten. Der Standort Ölberg wäre ressourcenschonend und nachhaltig.

Weitere Links:





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Freitag, 19. Februar 2021

Produktion neuer Amateurfunkgeräte gefährdet

Zitat aus SWLing Post: "Viele Funkamateure sind frustriert, weil derzeit neue Amateurfunk-Transceiver oft nicht vorrätig sind und die Gebrauchtpreise gestiegen sind. Dies könnte an Problemen mit der Lieferkette und der Logistik aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie liegen. Wenn ja, ist es nur eine teilweise Erklärung.

Drei vertrauenswürdigen Quellen in der Radioindustrie (aus Einzelhandel und Fertigung) bestätigen, dass der Mangel an Lagerbeständen ein Problem der Lieferkette darstellt, das jedoch direkt mit dem Brand am 21. Oktober 2020 in Asahi Kasei zusammenhängt Nobuoka-Halbleiterwerk „Fab2“ von Microsystems (AKM)." Weiterlesen


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HAMRADIO geplant vom 25.06.2021 bis 27.06.2021




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Mittwoch, 17. Februar 2021

Flugfunk nicht nur für Scannerfreunde

Die Redaktion möchte auf eine interessante Webseite aufmerksam machen. In Zeiten der Digitalisierung vieler Funkdienste wird die Luft für Scannerfreunde dutlich dünner. Ein Funkdienst, der voraussichtlich noch einige Jahre analog arbeiten wird, ist der Flugfunkdienst. Neben Wettermeldungen und Navigationsdiensten sind vor allem die Gespräche zwischen Tower und Flugzeugen zu empfangen. Diese finden im Frequenzbereich zwischen 108 MHz und 137 MHz zivil und 138 MHz bis 144 MHz und 230 MHz bis 400 MHz militärisch statt. Der Sprechfunk wird vornehmlich in Amplitudenmodulation abgewickelt.

Ein guten Überblick und eine weltweite Datenbank der ortsfesten Flugplätze bietet die Webseite https://skyvector.com/ . Schon auf der Eingangsseite findet man mittels einer scrollbaren Flugkarte einen geografischen Überblick über die benachbarten Landeplätze. Fährt man den jeweiligen Ort mit der Maus an, so wird das aktuelle Wetter eingeblendet. Beim Anklicken des Platzicons findet man den Verweis zu der Registerkarte des Flugplatzes. Diese Registerkarte informiert den Scannerfreund über die Sprechfunk- und Navigationsfrequenzen. Darüber hinaus wird der aktive Flieger oder der Nutzer eines Flugsimulators mit Informationen zur Größe und Lage der Start-/Landebahn, Kartenausschnitten, einem Luftbild und weiteren Angaben ausgestattet.

Alles in allem eine sehr informative Webseite.

Donnerstag, 11. Februar 2021

Amateurfunk-Sonderstationen / Weltradiotag am 13.Februar 2021

Zur Feier des Weltradiotages am 13. Februar, der in diesem Jahr unter dem Motto „Evolution, Innovation, Verbindung“ steht, werden Amateurfunk-Sonderstationen auf Sendung sein. Die spanische EA Digital Federation berichtet, dass folgende Sonderrufzeichen vom 12. bis 14. Februar auf den Amateurfunkbändern aktiv sein werden: AO1WRD, AO2WRD, AO3WRD, AO4WRD, AO5WRD, AO6WRD, AO7WRD, AO8WRD und AO9WRD.

Anlässlich des World Radio Day 2021 (WRD 2021) ruft die UNESCO die Radiosender auf, das zehnjährige Jubiläum dieses Ereignisses und die mehr als 110 Jahre des Radios zu feiern. Diese Ausgabe des WRD ist in drei große Unterthemen unterteilt: 
  1. Evolution: Die Welt verändert sich, das Radio entwickelt sich weiter. Dieses Unterthema bezieht sich auf die Widerstandsfähigkeit des Radios, auf seine Nachhaltigkeit. 
  2. Innovation: Die Welt verändert sich, das Radio passt sich an und ist innovativ. Das Radio musste sich an neue Technologien anpassen, um das Medium der Mobilität zu bleiben, das überall und für jeden zugänglich ist. 
  3. Verbindung: Die Welt verändert sich, Radio verbindet. Dieses Unterthema hebt die Dienste des Radios für die Gesellschaft hervor – Naturkatastrophen, sozioökonomische Krisen, Epidemien usw. 
Weitere Informationen zum Weltradiotag der UNESCO gibt es auf der Webseite https://en.unesco.org/commemorations/worldradioday. Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate. (Quelle: darc.de)

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Videoclips aus Wissenschaft und Technik


Interessante Videoclips aus Wissenschaft und Technik findet man in der ZDF-Mediathek . Als Beispiel der Bericht über ein out-of-place-Artefakt, das "Ungelöste Rätsel um eine antike Maschine" . Viel Spaß und neue Erkenntnisse bei den interessanten 7 Minuten.