Unsere Welt ist geprägt durch Naturwissenschaft und Technik. Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) ist eine notwendige Voraussetzung, um die moderne Welt zu verstehen, in ihr zu bestehen, und Herausforderungen der Menschheit durch Innovationen in diesen Feldern lösen zu können. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Technologisierung nahezu aller Lebensbereiche liegt darin auch ein wesentlicher Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur verantwortlichen Mitgestaltung unserer Zukunft.

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Donnerstag, 22. November 2018

Spruch des Tages

Funkamateure sind eine Subkultur, wie die Hacker.
Sie waren nur so früh, dass sie Radios gehackt haben,
 weil es noch keine Computer gab.


(Quelle: Harkank Merzenoghian auf Facebook)

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DARC im Wandel der digitalisierten Gesellschaft

Der Zug der Digitalisierung der Freizeit und Arbeitswelt nimmt in Deutschland zunehmend Fahrt auf. Neben privaten Initiativen werden heute im Haushalt der Bundesregierung Budgets für die Digitalisierung in fast allen öffentlichen Bereichen der Bundesrepublik verabschiedet. Der Fokus auf die Digitalisierung wird tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt, aber auch in der Freizeit der Bevölkerung bewirken. Wirtschaftliche Mehrwerte werden zunehmend von Maschinen und künstlicher Intelligenz und nicht mehr vom Menschen erzeugt. Der Bevölkerung wird bei gleichem Einkommen mehr Freizeit zur Verfügung stehen. Der Deutsche Amateur Radio Club (DARC) muss perspektivisch auf diese Veränderungen reagieren und angepasste Vereinsstrukturen schaffen. Die Redaktion hat bereits Visionen (1) (2) zur denkbaren Zukunft des DARC veröffentlicht, die hier fortgeführt werden.

Der Amateurfunk und damit auch der DARC als Zentralorgan der deutschen Funkamateure hat von der Beschäftigung mit moderner Netzwerktechnik über innovative digitale Sprach- und Datenkommunikationsprotokolle bis zur Satelliten- und Raumfahrttechnik einiges zu bieten. Er passt damit ideal in die Mitte der gesellschaftlichen Veränderungen und verknüpft sinnvolle Freizeitbeschäftigung, Ehrenamt und innovativste Technologien. Es wird angeregt, dass der Verein aus seiner zentralen Position heraus intensive Kontakte mit anderen Vereinen aufnimmt, deren Mitglieder sich bereits mit dem Amateurfunk in Teilen ähnlichen oder überschneidenden Themengebieten beschäftigen. Zu nennen sind u.a. Volkssternwarten, Modellbau, Computertechnik, Maker- und Prepperszene, Repaircafes, Geocaching und weitere mehr.

Ziel der Kontakte sollte sein, gegenseitige Kooperationen anzustreben. Zu generierende Vorteile sind z.B. Rabatte bei Mitgliedsbeiträgen, gemeinschaftliche Öffentlichkeitsarbeit, koordinierte gemeinschaftliche Nutzung von Vereinslokalen bis hin zu einer Restrukturierung des DARC in themengebundene Ortgruppen, die organisatorisch unter geografisch regionalen Distrikten angeordnet sind.

Beispiele: Eine Ortsgruppe Fuchsjagd in der sich auch Geocacher zuhause fühlen können oder eine Ortsgruppe Notfunk, die auch Prepper beheimatet und sich im Gebäude der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr oder des THW trifft..

Neben der für jedes Mitglied interessanteren themengebunden Ortsgruppe, die eine Aktivierung der persönlichen Beschäftigung hervorrufen würde, würde der Verein einen größeren Personenkreis ansprechen. Damit könnte eine Stabilisierung und Erweiterung der Mitgliederzahlen einher gehen.

Fernziel der oben kurz umrissenen Gedanken könnte eine gemeinsame Vereinsstruktur sein, die zum Beispiel unter der Bezeichnung "Verein für Technische Freizeit Gestaltung (VTFG)" firmiert. Diese umfassende Vereinigung hätte genügend Mitglieder, um eine in der heutigen Zeit dringend erforderliche starke Lobby den wirtschaftlichen Lobbyisten entgegen zu stellen. Damit könnte zumindest im Freizeitbereich Politik für den Bürger und nicht für die Industrie sicher gestellt werden.

(1) DARC - in neuem Gewand  

(2) DARC Clubzeitung cq-DL nicht mehr in Papierform


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Freitag, 16. November 2018

AMSAT-DL Phase-4A Transponder auf Es’hail-2 Satellit gestartet

Es’hail-2-Sat mitsamt des AMSAT-DL Phase-4A-Transponders wurden am gestrigen Abend, den 15. November, erfolgreich mit einer Falcon-9-Rakete der Firma SpaceX erfolgreich gestartet. Der Start erfolgte um 21.46 Uhr deutscher Zeit von der legendären Startrampe 39A, von welcher schon Apollo 11 zum Mond und die Jungfernflüge des ersten Space Shuttles Columbia und der SpaceX Falcon Heavy gestartet wurden. Rund eine halbeStunde nach dem Start wurde der Satellit von der Trägerrakete in einem geostationärem Transferorbit ausgesetzt. Von dort wird sich Es’hail-2 mit seinem eigenen Antriebssystem in den nächsten Tagen und Wochen Richtung geostationärem Orbit bewegen und dort seine endgültige Position von 26° Ost über Zentralafrika einnehmen. Nach der Inbetriebnahme und anschließenden Tests wird der Amateurfunktransponder, welcher interkontinentale Verbindungen innerhalb eines Gebiets zwischen Brasilien, Europa und Afrika bis nach Thailand ermöglichen wird, für die allgemeine Nutzung von Funkamateuren freigegeben. Das Phase-4A Projekt wurde durch großzügige Unterstützung des Satellitenbetreibers Es’hailSat aus Doha (Katar) und unter Mitwirkung des katarischen Amateurfunkverbandes (Qatar Amateur Radio Society QARS) ermöglicht.
(Quelle: Pressemitteilung AMSAT-DL)

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