Unsere Welt ist geprägt durch Naturwissenschaft und Technik. Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) ist eine notwendige Voraussetzung, um die moderne Welt zu verstehen, in ihr zu bestehen, und Herausforderungen der Menschheit durch Innovationen in diesen Feldern lösen zu können. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Technologisierung nahezu aller Lebensbereiche liegt darin auch ein wesentlicher Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur verantwortlichen Mitgestaltung unserer Zukunft.

Redaktion DL4KAL

Sonntag, 8. Oktober 2017

Amateurfunkdient benötigt Erneuerung

Der Amateurfunkdienst braucht eine Renaissance, und der erste Schritt dazu ist, sich von dieser Hobby-Haltung zu lösen und zu erkennen, dass es eine Amateurfunkwissenschaft ist. Quelle: SARL, Übersetzung: Tom Kamp, DF5JL

Funkamateure sollten mit der Zeit Schritt halten

Funkamateure hinterließen in der Geschichtsschreibung deutlich ihre Spuren, als sie die Möglichkeit entdeckten, über Funk auf den Kurzwellenbändern weltweit zu kommunizieren, indem sie die Funktelegraphie benutzten, was der richtige Begriff für CW ist.

Zehn Jahre später entdeckten sie, dass auf UKW Funkkontakte über eine Sichtverbindung hinaus möglich sind, zur Überraschung der damaligen Funkexperten.

Unsere frühen Funkamateure waren echte Experimentatoren, Forscher und Pioniere, und sie entwickelten die Technologien im Amateurfunk in ihrer Zeit immer weiter. Heute sind viele Funkamateure nicht mehr daran interessiert, zu experimentieren, sondern sie möchten nur noch Spaß mit ihrem Hobby haben.

Viele Kurzwellen-Rundfunkstationen haben geschlossen, und kommerzielle Funkdienste sind auf die Satellitenfrequenzen gewechselt, wo Digitales Satellitenfernsehen (DVB-S) bereits gut etabliert ist. Dazu gehört auch der Seefunkdienst, der die Kurzwelle und auch die Morsetelegraphie auf den Seewegen benutzte, bis auch er zum Satelliten wechselte und nun hier über Sprach- und Datenverbindungen kommuniziert. Es ist das VHF-, UHF- und SHF-Spektrum, das heute von der kommerziellen Funkwelt sehr gefragt ist.

Alles bisher Genannte bedeutet nicht, dass Funkamateure die Kurzwelle oder CW aufgeben sollten, aber sie sollten versuchen, mit den gegenwärtigen Entwicklungen Schritt zu halten und ihre Kenntnisse über das VHF-Spektrum und die höheren Frequenzen zu erweitern, wo die Zukunft des Funks einschließlich der digitalen Kommunikation liegt.

Die IARU ist bereits besorgt über das mangelnde Interesse der jüngeren Generationen am Amateurfunk, und wenn es weiter nachlässt, dann ist sein Überleben fraglich. Die jüngeren Generationen sind sehr computerbezogen, ihre Interessen unterscheiden sich deutlich von denen der Oldtimer von Vorvorgestern im Amateurfunk, und wir sollten uns das vor Auge halten. Der Amateurfunkdienst braucht eine Renaissance, und der erste Schritt dazu ist, sich von dieser Hobby-Haltung zu lösen und zu erkennen, dass es eine Amateurfunkwissenschaft ist, mit Experimenten, Forschung und Pioniergeist.

Zweitens sollte der Amateurfunkdienst sein Feld erweitern und die Radioastronomie für die zukünftige Weltraumkommunikation mit einschließen, die derzeit eine Distanz von mehr als 21 Milliarden Kilometern zur Erde überbrücken kann. Ein breiteres Funkfeld, das durch die neueste Funktechnik erweitert wird, wird spannender, attraktiver und hat einen viel größeren Reiz für die neuen Generationen mit ihrem offenen und anspruchsvollen Geist. Sie werden die neue Ära der Raumfahrt in den nächsten zehn Jahren miterleben, und das könnte die Lebensdauer des Amateurfunkdienstes für weitere 100 Jahre verlängern.

SARL (Südafrikanische Radio-Liga) via Southgate Amateur Radio News

Donnerstag, 7. September 2017

"Unsichtbare Umweltverschmutzung scheint kein Thema"

Rundfunkhörer und Funkamateure entsetzt über aktuelles Vorgehen der Regierung


„Momentan dreht sich in Deutschland alles um saubere Luft. Doch was ist mit der elektromagnetischen Verschmutzung der Umwelt, die man nicht sofort riecht oder sieht?“, fragt Christian Entsfellner. Der Funkamateur ist im DARC-Vorstand tätig und kennt sich aus mit der aktuellen Gesetzeslage, die ihm große Sorgen bereitet. „Nach Analyse des neuen Gesetzes über die Elektromagnetische Verträglichkeit stellen wir mit Entsetzen fest, dass trotz der Einwände und Stellungnahmen unserer Experten sowie einer Petition und mahnender Briefe hochrangiger Wissenschaftler seitens der Regierung keine klaren Regeln zur Sicherstellung eines EU-Richtlinien konformen Funkschutzes in das Gesetz eingeflossen sind. Die fortschreitende elektromagnetische Umweltverschmutzung, u.a. auch durch nicht EMV-konforme LED-Lampen, ist zwar nicht sichtbar, aber insbesondere für Radiohörer und Funkamateure deutlich hörbar“, formuliert er zu Recht empört.
Die Funkamateure machen sich schon seit Jahren Sorgen um die funktechnische Nutzbarkeit der elektromagnetischen Umwelt. Nicht nur der Amateurfunkdienst ist bedroht, auch andere funkbasierte Systeme sind betroffen. So entsprechen die Auswirkungen auf den Radioempfang beispielsweise keinesfalls dem Stand der Technik. 
Auch der Bayerische Rundfunk kritisiert auf seiner technischen Webseite die zunehmend gestörten  DAB+ Aussendungen. Dort heißt es „LED-Lampen sind stromsparende Lichtquellen und finden daher immer breitere Anwendung. Sie sind jedoch häufig auch die Ursache von Funkstörungen, unter anderem bei DAB+ -Programmen. Quelle: darc.de

"Funk"elnde Sterne im Havelland

Wilhelm, DL4KAL wird mit dem Wohnmobil vom 11.September an in Richtung Havelland unterwegs sein. Dort wird er in Gülpe am 7. Westhavelländer Astronomietreffen teilnehmen. Im dortigen Sternenpark treffen sich zahlreiche Sternbeobachter aus dem In- und Ausland um unter hoffentlich wolkenfreiem Himmel die einzigartige Dunkelheit zur Sternbeobachtung zu nutzen. DL4KAL wird zwischen 19:00 Uhr und 21:00 Uhr im oberen Teil des 40m - Bandes zu hören und zu arbeiten sein. Die genauen Daten werden per APRS stets aktuell gemeldet und sind unter dem LINK einsehbar. Wilhelm wird während der betriebsfreien Zeit seine WSPR-Bake im 40m-Band für Ausbreitungstests aktivieren.

Dienstag, 8. August 2017

Vortrag Sputnik1 und die Russische Raumfahrt

Raumfahrtbegeisterte sind am Donnerstag, dem 19.10. um 19:00 Uhr in das Vereinsheim der Funkamateure in Königswinter-Sandscheidt, An der Dohlenhecke 1 eingeladen. Wilhelm Hombach, DL4KAL wird mit einem Vortrag über die Geschichte von Sputnik 1 in das Thema einführen. Danach berichtet der Amateuratronom Thomas Venohr mit dem Schwerpunkt Raumfahrt von seinen Besuchen in den Museen der Russischen Förderation. Die Vorträge sind kostenlos.


Mittwoch, 5. Juli 2017

WSPR-Funkbake in der Antarktis

Die TU München, das Institut für Raumfahrttechnik, plant das Errichten und den Betrieb einer WSPR-Funkbake in der Antarktis. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und der Hochschule Bremen als innovatives wissenschaftliches Projekt betreut. Die Projektleitung hat Prof. Dr. Ing. Ulrich Walter, DG1KIM, Ordinarius für Raumfahrttechnik an der TU München und ehemaliger D2-Astronaut.  Mehr
(Quellen: darc.de)

Donnerstag, 22. Juni 2017

Funkexpedition im Süden Deutschlands - 08.07.2017 - 30.07.2017

Ab Anfang Juli wird Wilhelm, DL4KAL mit seinem Wohnmobil auf DX-pedition im Süden der Republik sein. Die Strecke wird von Bonn aus den Rhein hinauf bis Breisach und von dort quer durch den Südschwarzwald über Murg nach Friedrichshafen gehen. Dort wird er die HAMRADIO besuchen. Weiter geht die Reise in die Gegend um Sonthofen im Allgäu. DL4KAL wird zwischen 19:00 Uhr und 21:00 Uhr im oberen Teil des 40m - Bandes zu hören und zu arbeiten sein. Die genauen Daten werden per APRS stets aktuell gemeldet und sind unter dem LINK einsehbar.

Freitag, 2. Juni 2017

WSPR - Kanadische Expedition von Toronto nach Victoria

Ein interessantes Einsatzgebiet hat die WSPR-Bake Ultima 3 von Hans Summers gefunden. Sie befindet sich derzeit an Bord eines Expeditionsschiffes, das von Toronto in Canada aus entlang der längsten Küstenlinie der Welt über die Nordwestpassage nach Victoria in Canada unterwegs ist. Die Reise soll 150 Tage dauern. Das WSPR-Signal der Expedition kann vornehmlich auf den Frequenzen 10.138,6 KHz und 14.095,6 KHz mit einem geeigneten Decoder empfangen werden. Im weiteren sind die Kontakte auf der WSPR-Webseite unter Eingabe des Rufzeichens CG3EXP auf einer Weltkarte zu sehen.

Canada C3
(Bildquelle: www.cbc.ca)

Donnerstag, 1. Juni 2017

Projekt Amelia Earhart

Project Amelia Earhart 80th Anniversary Flight Map June to July 2017 Brian Lloyd

Heute ist der Funkamateur Bryan Lloyd, WB6RQN in Miami zu einem Alleinflug rund um die Welt gestartet. Sein Flugzeug ist eine einmotorige Mooney 231 Spirit Aircraft mit den Rufzeichen N916BL. Lloyd fliegt entlang einer Route, die vor genau 80 Jahren erstmals von der Pilotin Amelia Earhart beflogen wurde. Auf der Webseite des Projektes werden alle Amateur- / Flugfunkfrequenzen genannt auf denen Lloyd gehört und gearbeitet werden kann.

Ham Radio WB6RQN Air Mobile

Mittwoch, 17. Mai 2017

FM - Satelliten Frequenzen

Die AMSAT hat die folgende Liste aktueller Satelliten die im FM-Mode arbeiten herausgegeben (Stand 17.05.17). Einen aktuellen Statusbericht aller AMSAT Amateurfunksatelliten gibt es auf  http://www.amsat.org/status/


Freitag, 21. April 2017

Hobbytreff im Siebengebirge

Liebe Freunde des DARC Ortsverbandes-Siebengebirge, wir haben mehrere Anfragen von Interessenten erhalten, ob denn unser traditionelle Frühlingsfest erneut stattfindet? Erfreulicherweise können wir alle besorgten Freunde beruhigen. Unsere Veranstaltung findet am Samstag, dem 17.06. von 09:00 - 14:00 Uhr (MESZ) statt, und zwar diesmal als „Frühsommerfest und Kofferraumflohmarkt“, auf der Parkplatzfläche vor unserem OV-Heim (Anschrift: An der Dohlenhecke 1, 53639 Königswinter).

Die weit über den Grenzen des Siebengebirge bekannte Veranstaltung hat sich zu dem Hobbytreff im Siebengebirge etabliert.

 Auf dem Kofferraumflohmarkt kann jeder Besucher und Aussteller neuwertige oder gebrauchte Geräte oder Ersatzteile gebührenfrei veräußern. Es wird empfohlen eigene Tische mitzubringen, oder direkt aus dem Kofferraum anzubieten. Gegen eine kleine Gebühr kann ein Tisch (80cm x 160cm) gemietet werden, doch der Vorrat an Tischen ist begrenzt. Der Aufbau ist ab 08:00 Uhr möglich. Die Verkäufer mögen sich bitte vorher anmelden, damit wir besser planen können (Anmeldung unter db9mw(at)darc.de oder telefonisch unter 02224 80158).

 Für Essen und Trinken sorgt wieder unsere bewährte Küche. Diesmal öffnet die Küche bereits um 08:30 Uhr, mit Kaffee, Kaltgetränken und belegten Brötchen, damit alle früh angereisten Aussteller sich noch vor der offiziellen Eröffnung für den bevorstehenden Andrang stärken können.

Dienstag, 28. März 2017

Augen auf beim Onlinekauf - Funkamateur enttarnt Online-Betrüger

Ich interessiere mich seit einiger Zeit für gebrauchte Weitband- und Scannerempfänger. Bei meiner letzten Recherche auf einem bekannten Kleinanzeigenportal fand ich unter dem Suchbegriff "AOR" ein sehr günstiges Angebot für einen AR 5000. Auf schriftliche Nachfrage per Mail kam mir der Verkäufer Herr W. sehr schnell noch einhundert Euro entgegen. Anders als in der Annonce vermerkt war der Artikelstandort jedoch nicht in Deutschland , sondern in Italien. Der Verkäufer gab an, beruflich im Ausland tätig zu sein. Ich solle das Geld auf das italienische Konto seines Schwagers Herr C. überweisen. Als Beweis seiner Identität legte er seiner Email eine Kopie seines Personalausweises bei. Nachdem bei mir alle Lampen angingen, recherchierte ich seinen Namen im Internet und fand tatsächlich in einem Business-Netzwerk eine Person mit gleichem Namen. Nun war es nur noch ein Anruf und ich hatte den richtigen Herrn W. am Hörer. Dieser war sehr verwundert, dass eine Kopie seines Personalausweises für offensichtliche Betrügereien im Internet verwendet wird. Auch hier gab es jedoch eine Erklärung. Der richtige Herr W. hatte vor einiger Zeit eine entsprechende Ausweiskopie an einen Verkäufer gesandt, weil er erst nach Erhalt der bestellten Ware zahlen wollte.

Sensibilisiert durch den Vorfall konnte ich am gleichen Tag noch einen weiteren Betrüger im gleichen Portal enttarnen. Dieser hatte die gleiche sehr günstige Ware mit unterschiedlichen Artikelstandorten in Deutschland angeboten und wollte auf schriftliche Nachfrage den Kaufpreis nach Tschechien überwiesen haben. Beide Anzeigen wurden aufgrund meiner Meldung vom Betreiber des Portals umgehend entfernt.

  • Liebe Funkfreunde, Augen auf beim Online-Kauf. 
  • Seid bei vermeintlich günstigen Angeboten vorsichtig. 
  • Überprüft die Identität des Verkäufers. Zuweilen findet man dessen Namen schon mit einem Warnhinweis in Suchmaschinen. 
  • Bietet an, die Ware selbst abzuholen. Ein Betrüger würde hier eine gute Ausrede haben. 
  • Überweist euer Geld erst, wenn ihr euch absolut sicher seid.  
  • Nutzt nach Möglichkeit den Käuferschutz von PayPal.
  • Und schließlich: Meldet zweifelhafte Anzeigen bei den Portalbetreibern.

Donnerstag, 9. März 2017

Mitteilung der Funkleitstelle des FTZ


Quelle: DL-QTC 04-1952

DL-QTC / cq-DL - Archiv des DARC

Für alle, die es noch nicht wissen: Der DARC hat für seine Mitglieder auf seiner Homepage das Archiv aller Clubzeitungen von 1948 bis heute zum Lesen und Herunterladen bereit gestellt. Damit steht ein einzigartiges historisches Nachschlagewerk zur Verfügung. Beachtenswert ist nicht nur der über die Jahre hinweg wechselnde Sprachstil der Veröffentlichungen. Interessant sind auch die Anzeigen kommerzeill gefertigter Amateurfunktransceiver, die in den 50iger Jahren in der Preisklasse eines VW Käfer lagen und deren Anschaffung dem halben Jahresgehalt eines Angestellten in der damaligen Zeit entsprachen. Zu finden ist auch der Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen einen betrügerischen Funkamateur, der im Bericht namentlich genannt wurde - heute unvorstellbar. Auch wurde sich Ende der sechziger Jahre schon über leistungsstarke Stationen im 80m-Band beschwert, die ihre QSO mit zugedrehter HF-Regelung auf der damaligen Mobilfunkfrequenz über Stunden ausdehnten. Alles in allem eine Fundstelle zum Schmökern, Entdecken und nostalgischem Träumen.

Freitag, 16. Dezember 2016

Fledermausschutz, Seminar "Bat Ranger"


Foto: W. Dreckmann
Mädels und Jungs von 12 Jahren bis zu 99 Jahren sind angesprochen, wenn Funkamateure am 18. Februar und 11.März des kommenden Jahres "Bat Rangers" ausbilden.

Worum geht es? Jedes Jahr werden von Naturschützern bundesweit Fledermäuse mit kleinen Sendern markiert, um Flugrouten und Quartiere ausfindig zu machen. Die Kenntnis darum ist für den Schutz der kleinen Tiere äusserst wichtig. Um möglichst flächendeckende Informationen zu erhalten werden zahlreiche Helfer benötigt. Das Seminar dient dazu, am Naturschutz interessierte Menschen in die Lage zu versetzen aktiv mit zu arbeiten.

Im Seminar erhalten die Teilnehmer die notwendigen theoretischen und praktischen Kenntnisse, um selbst mittels einer einfachen Peilausrüstung aktiv am Fledermausschutz teilnehmen zu können.