Freitag, 22. Januar 2016

Was ist ein geomagnetischer Sturm

Zu der Frage, was ein geomagnetischer Sturm sei, hat sich das Geoforschungszentrum, GFZ in Potsdam wie folgt geäussert:

Ein magnetischer Sturm kann auftreten, wenn es aufgrund von Eruptionen auf der Sonne zu einer deutlichen Verstärkung der Sonnenwindenergie in Richtung unserer Erde kommt. Wenn die erhöhte Sonnenstrahlung und dieser erhöhte Sonnenwind mit dem Magnetfeld der Erde wechselwirkt, beobachtet man in magnetischen Registrierungen sehr starke Schwankungen. Magnetische Stürme können Auswirkungen auf unsere moderne Technik haben und z. B. zu Störungen des Funkverkehrs, Satellitenausfällen oder im Extremfall sogar zu Stromausfällen führen. Besonders während solcher magnetischen Stürme entstehen auch die bekannten Polarlichter. Wegen des Dipolcharakters des Magnetfeldes ist dieses Phänomen normalerweise nur in der Nähe der Magnetpole zu beobachten. Bei starken magnetischen Stürmen können Polarlichter sogar bis nach Süddeutschland beobachtet werden.

Die Stärke der durch die Sonnenaktivität erzeugten Magnetfeldschwankungen wird durch eine Kennziffer, den Kp-Index, beschrieben. Diese wurde von Julius Bartels im Jahr 1949 als "planetariche Kennziffer" für Zeitintervalle von 3 Stunden eingeführt und findet in dieser Form auch heute noch weite Anwendung. Die fast in Echtzeit zur Verfügung gestellte "Quicklook" Version dieser Kennziffer gibt Auskunft über die aktuelle Stärke der Magnetfeldschwankungen. Kp Werte zwischen 0 und 3 stehen für geringe Aktivität, Werte bis 6 charakterisieren mittlere Aktivität und höhere Werte (bis 9) zeigen starke magnetische Stürme an."

(Quelle: http://www.gfz-potsdam.de/, wikipedia.org)